Um die Hitze effektiv aus dem Boot zu bekommen und ein Aufheizen unter Deck zu verhindern, hilft eine Kombination aus maximaler Verschattung, gezielter Luftzirkulation und physikalischen Abkühltricks. Da Boote aus GFK, Holz oder Stahl extreme Hitzeleiter sind, müssen Sie die Sonnenstrahlen abfangen, bevor sie das Deck erwärmen.

1. Sonne blockieren (Schatten ist alles)
- Bimini und Sonnensegel: Spannen Sie helle Sonnensegel über das gesamte Vordeck und die Luken.
- Lukensegel (Windschuren): Nutzen Sie spezielle dreieckige Tücher über den geöffneten Decksluken, die Schatten spenden und gleichzeitig Wind einfangen.
- Reflektierende Matten: Legen Sie silberne Rettungsdecken oder zugeschnittene Thermomatten von außen auf die Kajütfenster und Luken.
2. Luftbewegung erzeugen (Durchzug)
- Windreitsegel nutzen: Diese trichterförmigen Segel werden über den Luken befestigt und leiten selbst den kleinsten Windhauch direkt unter Deck.
- USB-Ventilatoren: Platzieren Sie kleine, stromsparende USB-Ventilatoren direkt vor den geöffneten Luken, um die warme Luft aktiv herauszublasen.
- Luken nachts öffnen: Nutzen Sie die kühlere Nachtluft für einen kompletten Luftaustausch.
3. Der Verdunstungstrick (Physikalische Abkühlung)
- Deck wässern: Spritzen Sie das Oberdeck regelmäßig mit Seewasser ab. Die entstehende Verdunstungskälte senkt die Temperatur in den Kabinen darunter spürbar.
- Feuchte Handtücher: Hängen Sie nasse Handtücher oder Laken in den Niedergang oder direkt in den Luftstrom eines Ventilators.
4. Hitzequellen an Bord minimieren
- Küche kalt lassen: Vermeiden Sie im Hochsommer das Kochen mit dem Gasherd unter Deck. Nutzen Sie stattdessen einen Grill an Deck oder essen Sie kalte Speisen.
- Beleuchtung ausschalten: Halten Sie unschöne Wärmequellen wie Halogenlampen aus und wechseln Sie konsequent auf LED.
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Video von Nautic Markt TV zum Thema Lüfter!