Die Verwendung von Drohnen wird immer beliebter und ist in vielen Bereichen unverzichtbar geworden, darunter auch auf Booten und Yachten. Die Luftaufnahmen, die mit Drohnen gemacht werden können, sind einzigartig und atemberaubend, weshalb es nicht verwunderlich ist, dass immer mehr Bootseigner auf die Nutzung von Drohnen zurückgreifen.

Allerdings müssen Drohnenpiloten in Häfen und auf dem See seit dem 1. Januar 2023 strengere Regeln beachten, da die Schweiz die EU-Drohnenregulierung übernommen hat. Diese Regulierung bringt einige Änderungen der Rechte und Pflichten von Drohnenpiloten mit sich.

RemoteMediaFile_6554105_0_2022_07_09_20_36_00-600x338 Das fliegende Auge an Bord

Eine der wichtigsten Änderungen betrifft die Kennzeichnungspflicht für Drohnen. Ab dem 1. Januar 2023 müssen alle Drohnen, die mehr als 250 Gramm wiegen, mit einer sichtbaren Kennzeichnung versehen werden. Diese Kennzeichnung eine offizielle Identifikationsnummer vom BAZL (UAS.gate) enthalten.

Eine weitere wichtige Regelung betrifft die Flughöhe von Drohnen. Ab dem 1. Januar 2023 darf eine Drohne in der Schweiz nicht höher als 120 Meter über Grund fliegen, es sei denn, der Drohnenpilot hat eine Ausnahmebewilligung erhalten. Zudem ist es verboten, Drohnen in der Nähe von Flughäfen, Heliports oder anderen Flugplätzen zu betreiben.

Bildschirmfoto-2023-02-27-um-19.14.26-600x272 Das fliegende Auge an Bord

Auch die Versicherungspflicht wird ab dem 1. Januar 2023 für Drohnen eingeführt. Alle Drohnenpiloten müssen eine Haftpflichtversicherung abschließen, die Schäden abdeckt, die durch den Betrieb der Drohne verursacht werden können.

Weiterhin müssen Drohnenpiloten ab dem 1. Januar 2023 eine spezielle Drohnenprüfung ablegen, um eine Betriebsbewilligung für ihre Drohne zu erhalten. Diese Prüfung beinhaltet Fragen zur sicheren Bedienung von Drohnen sowie zur Navigation und zum Flugverhalten.

Ausnahme: Die Drohne wiegt unter 250g und ist weder mit einer Kamera, noch mit einem Sensor oder einem anderen Gerät zur Aufnahme personenbezogener Daten ausgestattet.

Insgesamt sind die neuen Regeln für Drohnenpiloten in der Schweiz eine wichtige Maßnahme, um die Sicherheit im Luftraum zu erhöhen und die Privatsphäre anderer Menschen zu schützen. Es ist jedoch auch wichtig, dass Drohnenpiloten sich über die neuen Regeln informieren und diese konsequent einhalten, um sich selbst und andere nicht zu gefährden.

Und wie sind die Regeln im Ausland am Meer oder an einem See?

Drohnenpiloten sollten sich vor jedem Flug im Ausland unbedingt über die geltenden Regeln und Vorschriften informieren. Denn die Vorschriften können von Land zu Land sehr unterschiedlich sein.

In einigen Ländern sind Drohnenflüge sogar vollständig verboten oder es gibt spezielle Genehmigungen, die eingeholt werden müssen. In anderen Ländern gibt es Einschränkungen bezüglich der Flughöhe oder der Flugdauer, oder es müssen besondere Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden, um Kollisionen mit anderen Luftfahrzeugen oder Personen zu vermeiden.

Deshalb ist es wichtig, dass Drohnenpiloten vor jedem Flug im Ausland die einschlägigen Gesetze und Vorschriften kennen und sich daran halten. Es empfiehlt sich, vor dem Reiseantritt eine umfassende Recherche durchzuführen und gegebenenfalls auch lokale Experten oder Behörden zu kontaktieren, um sich über die geltenden Regeln zu informieren.

Avatar-Foto

Von Mario

Segler & Wassersportler seit 1991, Skipper auf Binnengewässer und Hochsee, hat von Übersetzboote (Armee) bis Ausflugsschiffe (300 Pers.) schon alles gefahren, was schwimmt ⚓